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Juli 1978:
Im hessischen Wetzlar betreibt
die 1883 gegründete Baugesellschaft
J.G. Müller mbH mit 500 Mitarbeitern den Ingenieur-, Hoch- und
Tiefbau. Ganz gleich, wie die Konjunktur gerade läuft
- man setzt im Hause Müller stets auf sorgfältig kalkulierte
Angebote. Dabei stieß der Chefkalkulator, Dipl.-Ing. Jürgen Kunz, mit
seinen Ansprüchen immer wieder an die Grenzen seiner MDT-Anlage. „Wenn
der Markt uns das nicht bietet, machen wir das selbst." Jürgen Kunz
wurde Software-Entwickler, programmierte PC-DOS und machte aus seinem
Kalkulationsprogramm eine Bausoftware. Von ARGE-Partnern kam die Anregung,
das System in der Branche anzubieten. Bei der Neuprogrammierung in Windows
wurde sie verwirklicht.
1995:
In der Nachbarstadt Gießen wird die Bakara
Software- und Beratungs-GmbH gegründet, Geschäftsführer Jürgen
Kunz. Das Haus Müller ist dem Softwarestarter auf Gesellschafterebene
verbunden.
1999:
Der Vertrieb wird ausgebaut, bauerfahrene Vertriebspartner gewonnen. Man
expandiert langsam, aber in der Qualität „will man schon
mitmischen.". Das zeigen die regen Updates: 4 in 1997; 6 in 1998; 6
in 1999 und 4 in 2000, darunter die 32-bit-Version.
Anwender
in jeder Größe
Die
in den ersten zwei Jahren gewonnen Kunden liegen im Hoch-,
Tief-, Straßen- und Ingenieurbau. Indiz für die Flexibilität des
Systems sind ferner Installationen in der Bauunterhaltung,
dem Gala-Bau und im Baunebengewerbe wie Rohrleitungsbau und Industriefußböden.
Die
Anwender sind je zur Hälfte Umsteiger von alten DOS-Anlagen mit
Hardware-Austausch und unzufriedene Windows-Benutzer. Typische Kunden sind
15-150 Mann-Betriebe mit 3-15 vernetzten Arbeitsplätzen und Laptops auf
den Baustellen. Mit der Einstiegsversion ab DM 3.9oo erhält auch der
Kleinbetrieb schnelle IT-Hilfe.
Der
Unternehmer als Verkäufer
„Der
Akquisiteur muß sich beim Angebot auf eine sorgfältige Kalkulation
verlassen können“, so Geschäftsführer Jürgen Kunz. Er sieht in der
nachvollziehbaren Kalkulation einen Unternehmensstandard, der über das
einzelne Angebot hinaus geht. Und sie ist mehr als die ausführende
Funktion, nicht nur „die Kunst des Möglichen“, sondern „die
treibende Kraft für das ganze Unternehmen“ Der Preisdruck des Markts muß
permanent in Kostendruck und Produktivität umgesetzt werden. Dafür ist
die EDV auszulegen. So muß sie vom Management verstanden werden, damit es
die neuen Möglichkeiten in seine Planung und seine unternehmerischen
Inspirationen einbeziehen kann.
Den
Kalkulator aufwerten
Das
Fahrgefühl beim Auto ist die Synthese von Funktion und Erfahrung und
entlastet den Fahrer durch intuitiven Gebrauch. Mit WinBakara hat der Kalkulator ein
Instrument, die Qualität seiner Datenquellen mit seinen persönlichen
Ideen und Erfahrungen zu verknüpfen. Im magischen Dreieck von Kapazität,
Marktpreis und möglichem Gewinn spielt er mit einer in zwanzig Jahren
entwickelten Dialogtechnik eine Vielzahl von Varianten durch. Eine
Kalkulationskultur, die es nicht umsonst gibt, die aber der hohen
Verantwortung für die Beschäftigung eines Unternehmens gerecht wird. .
Erste
Gewinne im Einkauf
Mit
dem Kalkulator vernetzt wird der Einkauf umgehend von der Ausschreibung
informiert, damit er die objektrelevanten Materialien und
Nachunternehmerleistungen anfragen und aushandeln kann. „Nur wenn eine
gute Teamarbeit besteht“, so Kunz, „ kann die Firma erfolgreich
anbieten.“
Bauleiter
als Unternehmer
Der
Bauleiter nutzt die Software intensiv, um Bauablauf und Kostenentwicklung
immer im Griff zu haben. Die Arbeitsvorbereitung unterstützt ihn durch
Umsetzen der Vorgaben in die Bauzeitenplanung und mit Listen für die
Kostenvorgabe und die Planung der Schalungseinsätze.
Mit
Beginn der Bauausführung übernimmt der Bauleiter mit Laptop oder
Notebook die Mengenermittlung und Ist-Erfassung sowie die Überwachung der
Subunternehmerleistungen. Soll-Ist-Vergleiche und Bauzeitenplan zeigen ihm
Verlauf und Abweichungen. Die wesentlichen Angebots- und Vertragsdaten
sowie die aktuellen Projektdaten bis zum letzten Abrechnungsstand kann er
über die Software jederzeit einsehen. Für Gespräche mit Architekten und
Bauherren ist er damit bestens vorbereitet. Mit Zugriff auf die Stammdaten
kann er Nachträge kalkulieren. Mit dieser Entscheidungskompetenz kann der
Bauleiter zunehmend unternehmerische Verantwortung für das Projekt übernehmen.
Polier
steuert Kosten
Die
mit dem Bauleiter abgestimmten Soll-Vorgaben werden in der Kolonne
angewiesen, die Ist-Zeiten per Tagesbericht im Notebook erfaßt. Je
kurzfristiger der Soll-Ist-Vergleich gewählt wird, um so wirkungsvoller
kann der Polier bezüglich Technik, Disposition und Mitarbeiterführung
reagieren und seine Kosten steuern.
Das
Software-System
Die
meisten Interessenten suchen zunächst eine Software-Lösung für den
Kalkulator. Sie soll ihn bei seiner Arbeit schneller und qualifizierter
zum Ergebnis führen, aber seine gewohnte Arbeitsmethode und seine
wertvollen Erfahrungen nicht einschränken. Die WinBakara-Kalkulation
bietet zunächst eine „lehrbuchmäßige“ Gliederung in
die
horizontale und vertikale Kalkulation. Auf dieser Basis aufbauend müssen
die speziellen betrieblichen Methoden abgebildet werden. Je
spezialisierter ein Unternehmen seine Leistungen anbietet, um so ungewöhnlicher
sind oft die verwendeten Kalkulationsmethoden. Mancher Interessent
erwartet z.B., daß die WinBakara-Angebotssumme
auf den Pfennig seiner bisherigen Kalkulation entspricht. Als Beispiel mag
ein Unternehmen dienen, das auf Industriefußböden spezialisiert ist. Die
Firma W. verwendet je nach Herstellungsmethode wie Vakuumbeton, Fließbeton
oder Stahlfaserbeton eines von drei detailliert
ausgearbeiteten
Kalkulations-Schemata, die nach Flächen zu je 1000 m2 untergliedert sind.
Außerdem war der Akkordlohn zu berücksichtigen. Der Kunde ist führend
in diesem Gewerk und muß pro Jahr ca. 1000 Angebote erstellen. Es war
eine
geeignete Organisation für die Stammpositionen zu finden und ein Satz von
Musterobjekten zusammenzustellen. Der Kalkulator kann jetzt je nach
Betonsorte und Bodenfläche das passende Musterobjekt auswählen und hat
sofort sämtliche Parameter sowie ein LV-Gerüst zur Verfügung. Damit
konnte
die Kalkulation entscheidend beschleunigt werden.
Die
Kalkulationsqualität wirkt nicht nur nach außen auf Architekt und
Bauherrn, sondern auch in den Betrieb hinein. Die Vorgaben werden von BL,
Polier und Mitarbeitern besser anerkannt. Transparenz und Fairneß
erweisen sich als Motivator und fördern die Bereitschaft, mitzudenken und
an der Produktivität zu arbeiten.
Durchblick
dank Windows
Für
die Übersichtlichkeit im Systembetrieb sorgt der
Objekt-Manager. Die Zugriffsrechte der Benutzergruppen wie Geschäftsleitung,
Finanz, Verwaltung, Kalkulator, BL und Einkauf werden durch eine
Bedienerverwaltung geordnet und gemanagt. Es können eigene Stammdaten
und Vergleichsobjekte sowie Datenkataloge Dritter wie Mittag/BAUM
und KEBau/HOB mit VOB-Text, aktuellen Zeitwerten und Baupreisen,
auch in Euro, vorgehalten werden.Für
Kalkulation und Ausschreibung wählt man Kurz- und/oder Langtexte. Für
die Datenbank besteht
Systemfreiheit.
Über
Schnittstellen GAEB DA 83-85,
Astra und DATANORM werden vom Ausschreibenden bzw. Lieferanten übersandte
Daten, auch über Internet, eingelesen. Mit der Funktion „Angebot
importieren" holt der Einkauf Nachunternehmerpreise ein.
Ohne
Stau: Vom Angebot bis zur Abrechnung
Die
eingehenden Ausschreibungen werden visuell auf Leistungsumfang und benötigte
Kapazitäten geprüft. Für eine schnelle Vorkalkulation sind die
Ergonomie des Programms und der intelligente Aufbau der Stammdaten
ausschlaggebend.
Aus
der Vorkalkulation
ergeben sich die Angebotsschwerpunkte, auf die sich der Kalkulator
konzentrieren muß. Für die Kalkulationsentscheidung kommen die
Recherchen in der Nachkalkulation dazu. Wenn die ausgefilterten
Ausschreibungen auf dem Tisch liegen entscheidet man sich für die
Objekte, bei denen man über praktische Erfahrungen verfügt. Kalkuliert
wird nach EP, EKT und Ansatzstämmen,
mit Zuschlägen nach Kostenarten, über die Endsumme oder nach beiden
Methoden kombiniert. EKTs und die erreichte Kalkulationssumme werden
laufend angezeigt.
Die
Arbeitsvorbereitung
ordnet den Lohnleistungen der
Kalkulation den Bauarbeitsschlüssel (BAS) zu. Arbeitspakete werden
angelegt und in den Bauzeitenplan exportiert. Hierzu bietet das System
eine Schnittstelle zur Software PowerProject teamPlan der ASTA GmbH.
Mengen
und Kosten
werden systemfrei nach konstruktiven Bau- oder Gebäudeteilen ermittelt.
Zur Feststellung von GK-Unter- oder Überdeckung entsprechend VOB steht
der Mengen-Soll-Ist-Vergleich zur Verfügung. Bei Selbstausschreibung
werden die ermittelten Mengen als Angebotsmengen in das LV eingesetzt.
Die
technische Nachkalkulation
beginnt mit der Ist-Erfassung auf der Baustelle. Bei Laptop-Einsatz sind
Personalstämme und Soll-Werte aufbereitet vorgegeben. Die Daten laufen,
meist über ISDN oder e-mail, personenbezogen in die Lohnbuchhaltung,
unabhängig von Software oder RZ, und nach BAS in die Stundenverwaltung
der Projektsteuerung sowie in die Nachkalkulation.
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