In bestimmten Situationen kann es sinnvoll sein, die Kalkulationszuschläge zu erhöhen, ohne jedoch die Brutto-Einheitspreise (und damit die Angebotssumme) zu verändern.
Die seit Jahren anhaltende schlechte Ertragslage im Baugewerbe zwingt manches Unternehmen zu ungewöhnlichen Maßnahmen. Oft wird im Interesse einer konkurrenzfähigen Angebotssumme mit Zuschlägen nahe 0,0 kalkuliert. Im Auftragsfall muß der erforderliche Deckungsbeitrag dann durch den Einkauf (Material oder Sub-Leistungen unter Kalkulationspreis) und/oder durch Unterschreitung der kalkulierten Stundenansätze erbracht werden.
Bei Ausschreibungen der öffentlichen Hand sind Sie oft gezwungen, bei der Angebotsabgabe auch Ihre Kalkulationszuschläge offenzulegen. Von diesen Zuschlägen ist dann auch bei eventuellen Nachtragsangeboten auszugehen.
WinBakara ermöglicht es Ihnen, für Ihre Kalkulation die Zuschläge zu verändern, ohne daß sich Ihre Einheitspreise verändern (von Rundungsabweichungen abgesehen). Wenn Sie z. B. den Zuschlag auf die Materialkosten heraufsetzen, werden die kalkulierten Materialkosten entsprechend heruntergerechnet, so daß die Angebotssumme (nahezu) unverändert bleibt.
Die entsprechende Programmfunktion steht ab sofort allen Nutzern zur Verfügung, die die Profi-Erweiterung lizenziert haben. Sie können die neue Programmfunktion im Programmteil "Kalkulationszuschläge" aufrufen. Die Vorgehensweise ist wie folgt:
.Durch Rundungseffekte kann es (insbesondere bei Positionen mit niedrigen Einheitspreisen und großen Mengen) zu einer mehr oder weniger großen Abweichung bei der Angebotssumme kommen.